Problem:
Enschede 2000: Gerade bei Katastrophenfällen im Grenzgebiet sind aktuelle und verlässliche Geoinformationen lebensnotwendig. Alle Rettungsdienste müssen wissen, wo welche Zustände herrschen, wer betroffen ist und welche Risiken bestehen.
Lösung:
Im Rahmen des Programms X- Border- GDI schlossen sich die Projektpartner Provincie Overijssel, Landkreis Grafschaft Bentheim, Hulpverleningsdienst Regio Twente, Provincie Noord Brabant und LDS NRW zusammen, um die Pilotprojekte
a) Grenzüberschreitende Risikokarte und
b) Datenaustausch zwischen den Leitstellen Hengelo und Nordhorn zu realisieren. In diesem Kontext wurde für den täglichen Rettungseinsatz und den Katastrophenfall eine grenzüberschreitende Geodateninfrastruktur aufgebaut. Der Datentransfer erfolgt über OGC- konforme Standards. Insbesondere wurden dezentrale Web Map Services (WMS) an den Datenquellen erzeugt, die über z.T. gesicherte Netze (VPN-Tunnel) von den jeweiligen Projektpartnern ausgetauscht und genutzt werden.
Relevanz:
Bei der Präsentation des Projektes im Otober 2007 stellte auch Bundespräsident Horst Köhler die Frage: Warum verfügen wir in Deutschland noch nicht über eine solche Anwendung? Rettungsdienste werden schneller und effektiver eingesetzt. Mehr Menschenleben können gerettet und Personen- und Sachschäden eingedämmt werden. Kosten für die Wirtschaft, für Gemeinden und Krankenkassen können reduziert werden. Ressourcen können gemeinsam genutzt werden: Teures Spezialgerät muss nicht jeder Projektpartner anschaffen.
Weiteres Vorgehen:
Im Auftrag des Niedersächsischen Innenministeriums werden derzeit Gespräche mit allen an den Niederlanden angrenzenden kreisfreien Städte und Landkreise geführt mit dem Ziel, nach dem Vorbild dieses Projektes Daten für die Niederländische Risikokarte bereitzustellen und die grenzüberschreitenden Geodateninfrastrukturen weiter auszubauen.
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X-border-GDI Schnellstart:





