Große Ereignisse wie die Fußball WM 2006 in Deutschland oder die Floriade 2012 in Venlo ziehen meist erhebliche Beeinträchtigungen der Verkehrsströme nach sich. Staus, zusätzliche Parkmöglichkeiten, Rettungswege, Evakuierungspläne, Sonderzüge oder gesperrte Straßen sind hier nur einige Stichwörter. Bei Großereignissen in Grenzregionen ist deshalb grenzüberschreitende Information und Koordination von besonderer Bedeutung.
Ein Investor sucht einen Standort für eine neue Fabrik und entscheidet sich gegen einen grenznahen Standort, weil er nicht weiß, dass unmittelbar hinter der Grenze genau die Zulieferfirma sitzt, die er bräuchte. Ein fiktives Beispiel, aber bisher ist es nicht möglich sich an einer einzigen Stelle über Gewerbegebiete auch jenseits von Landesgrenzen zu informieren. Ähnliches gilt für den Bereich Agro-Business nicht zuletzt mit den beiden Großmärkten Venlo und Straelen.
Ein Wasserschutzgebiet und nur wenige Meter, aber ein ganzes Land weiter, liegt eine landwirtschaftliche Nutzfläche, zwei Orte mit verschiedenen Vorraussetzungen, Anwendungsmöglichkeiten und Beschränkungen. Was bedeutet es für die Grundwasserreinheit, wenn nur wenige Meter weiter intensiv mit Dünger gearbeitet wird? Dieses Beispiel verdeutlicht die Wichtigkeit bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Raumplanung.
Was haben diese 3 Beispiele gemeinsam? Sie zeigen, wie schnell Probleme entstehen und wie diese bereits im Vorfeld verhindert werden können, wenn grenzüberschreitend Geoinformationen ausgetauscht werden.
Zur Zusammenarbeit in den vier Themengebieten
- Agro-Business,
- Gewerbegebiete,
- Raumordnung und
- Verkehr
ist in der euregio rhein-maas-nord das Programm „Grenzüberschreitende Geoinformationen (GI-X)“ gestartet. Im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit soll eine Geodateninfrastruktur aufgebaut werden, über die raumbezogene Informationen (Geoinformationen) mit Fachinformationen verknüpft sowie bereitgestellt und für die o.g. Fragestellungen Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden. In Themengruppen zu den genannten Gebieten wird diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit in die Praxis umgesetzt. Kernpunkt der Entwicklungen sind dabei stets Anwendungen, die auf Geoinformationen beruhen. In Kürze wird an dieser Stelle über konkrete Anwendungen berichtet werden, die in dieser Region entwickelt werden.
Mehr Informationen finden Sie in den Pressemitteilungen der Bezirksregierung Düsseldorf und der Provincie Limburg, sowie im Downloadbereich.
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