Problem:
1993 und 1995 drohten Flüsse im Grenzgebiet von Gelderland und Nordrhein-Westfalen über die Ufer zu treten. Der Katastrophenschutz und die Wasserbehörden mussten schnell handeln. Fehlende Informationen und Kontakte standen einer guten Kooperation allerdings im Wege. Beschlussfassungen über Evakuierungen wurden erheblich verzögert.
Lösung:
Gelderland und Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam Hochwasserszenarien und Evakuierungspläne erstellt, wobei sie Geo-Informationen auf effektive Art und Weise genutzt haben. Ein gemeinsames Hochwasserinformationssystem fördert die Kommunikation untereinander. Die Evakuierungspläne wurden 2006 und 2008 mit großen Übungen in der Praxis getestet und, wo nötig, korrigiert. Darüber hinaus wurden Trainings und Übungen für den Katastrophenschutz entwickelt.
Relevanz:
Behörden und Hilfsdienste beiderseits der Grenze sind besser auf Überschwemmungen vorbereitet. Sie kennen sich und wissen, welche Arbeitsweisen und Verfahren auf der anderen Seite der Grenze genutzt werden. Somit ist man besser aufeinander eingespielt. VIKING hat 2006 den Innovationspreis Sicherheit des niederländischen Innenministeriums gewonnen.
Weiteres Vorgehen:
Das Projekt befindet sich inzwischen in seiner zweiten Phase. In VIKING II wird das Hochwasserinformationssystem bei anderen beteiligten Organisationen in der Region eingeführt. Gelderland wird die Resultate von VIKING im November 2008 während einer niederländischen Hochwasserübung einsetzen. Gelderland und Nordrhein-Westfalen möchten anderen Regionen die Möglichkeit geben, an deren Wissen und Erfahrung teilzuhaben.
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