Europäische Verordnungen, wie die EU Wasserrahmenrichtlinie und der Entwurf der EU Hochwasserrahmenrichtlinie haben dazu geführt, dass sich die in der Wasserwirtschaft tätigen Organisationen verstärkt mit der übersichtlichen Veröffentlichung ihrer Daten beschäftigen müssen. Die Berichtspflicht mit der Darstellung von Ergebnissen und deren Bewertung stellt in den Verordnungen eine zentrale Aufgabe dar, die in unterschiedlichster Form erfüllt werden muss. Dies wird bereits durch die Århus Konvention begründet, die eine Zugänglichkeit umweltrelevanter Daten für die Allgemeinheit fordert. Aufgrund der großen Datenmengen, die für vorgesehenen Berichte zusammengestellt und ausgewertet werden müssen empfiehlt sich der Einsatz von Geografischen Informationssystemen.
Eine grenzübergreifende Zusammenarbeit ist schon deshalb unerlässlich, da Wasser über administrative Grenzen hinweg fließt. Hierbei können sowohl kommunale Grenzen als auch Landesgrenzen betroffen sein. Egal um welche Art von Grenze es sich handelt, ist jedoch nicht immer eine Lesbarkeit der Daten über die selbe hinweg gegeben – gemeinsame Standards fehlen noch. Zur Lösung dieses Problems soll innerhalb des Projektes „XGDI-WCM“ ein einheitliches System entwickelt werden.
Objektstandards und Geoinformationssystem
Die beiden Wasserwirtschaftsverbände werden in dem gemeinsamen Projekt versuchen, die für die Wasserwirtschaft relevanten Datenbestände aufzuarbeiten und unter Verwendung der vorhandenen GDI - Ansätze zusammenzuführen, um eine (national und international) grenzübergreifende Geoinfrastruktur zu gestalten. Dies bedeutet konkret, die bereits vorhandenen Standards und Informationssysteme zu harmonisieren und weiterzuentwickeln, um das vorhandene und neues Datenmaterial besser verfügbar zu machen.
Für die Entstehung eines gemeinsamen Objektstandards mit Objektkatalog und logischem Modell, kann als Grundlage ein bereits in den Niederlanden vorhandener Objektstandard – AQUO– benutzt werden. Dieser muss sowohl bezogen auf die Inhalte, die Symbolik als auch die semantische Beschreibung angepasst werden, um durch eine einheitliche Darstellung die Lesbarkeit und den Datenaustausch zu erleichtern.
Bei der Entwicklung eines gemeinsamen weborientierten Geoinformationssystems kann auf den Erfahrungen mit einem bereits beim Wupperverband bestehenden System – dem FlussGebietsGeoinformationsSystem FluGGS – aufgebaut werden. Ziel ist auch hier eine gemeinsame Weiterentwicklung und Anpassung des Systems, um den Datenzugriff für Beteiligte und Bürger zu verbessern.
Herr Marc Scheibel
Wupperverband
Untere Lichtenplatzer Straße 100
42289 Wuppertal
Deutschland
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Herr Sven Robertz
X-border-GDI
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Herr van der Frans Storm
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