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Internationale Zusammenarbeit

Die Entscheidungsträger werden in zunehmendem Maße mit Problemen konfrontiert, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordern und/oder grenzüberschreitende Auswirkungen haben.

Entscheidungsträger

Die Anwendungsmöglichkeiten von Geoinformation sind zahlreich, was dazu führt, dass Geo-Information einen wichtigen Platz in den Informationssystemen sowohl des Staates als auch der Wirtschaft einnimmt. Denn Geoinformation unterstützt Entscheidungsprozesse und Management in Bezug auf lokale, regionale, nationale und sogar globale Probleme im Sozial-, Umwelt- und/oder Wirtschaftsbereich. Kriminalität, Unternehmensentwicklung, schonender Umgang mit internationale_zusammenarbeit_bild1der Umwelt, Nutzung von gemeinschaftlichem Land und Katastrophenschutz sind nur einige Beispiele für Interessensbereiche, in denen Entscheidungsträger von Geoinformation profitieren. Die Entscheidungsträger werden jedoch auch in zunehmendem Maße mit Problemen konfrontiert, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordern oder grenzüberschreitende Effekte haben:

  • Planung: zum Beispiel die Entwicklung neuer, internationaler Infrastruktur und groß angelegter Raumpläne
  • Monitoring: zum Beispiel die Qualität von Luft, Boden und Wasser
  • Verwaltung: zum Beispiel das Managen von Wasserentnahmestellen oder grenzüberschreitenden Naturgebieten
Zusammenarbeit ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit

Zusammenarbeit zwischen den Europäischen Regionen ist somit eine gesellschaftliche Notwendigkeit geworden – keine politische Laune. Das zeigt sich in der Praxis der Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel anlässlich der Hochwasserprobleme 1995, die zu einer starken Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Wassermanagements geführt haben. Auch die Kooperation bei anderen gesellschaftlichen Themen wirft Früchte ab, sei es nun im Bereich Natur, Umwelt & Tourismus, Verkehr & Transport, Krisenmanagement (Enschede) oder zu politischen Themen wie wirtschaftliche oder räumliche Planung. Interregionale Kooperation lohnt sich in der Praxis und fördert die Glaubwürdigkeit Europas bei den europäischen Bürgern.
Umso frustrierender ist es, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit immer wieder an Informationsgrenzen stößt. Durch den langwierigen und kostspieligen Austausch von vor allem räumlicher Information entstehen Irritationen und Unglaube in die wirkliche Bereitschaft zusammenzuarbeiten. Seit 2000 wird ernsthaft darüber nachgedacht, wie man dieses Problem lösen könnte. Dank einiger begeisterter Geospezialisten und bedachter Verwaltungsbeamter zu beiden Seiten der niederländisch-deutschen Grenze ist das Programm zur Entwicklung und Implementierung einer grenzüberschreitenden Infrastruktur für räumliche Informationsversorgung angelaufen: X-border GDI NRW-NL. Das Programm geht ausdrücklich von Anwendungsmöglichkeiten von Geoinformation zugunsten grenzüberschreitender gesellschaftlicher Herausforderungen aus.

X-border-GDI
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